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Leistungsbereiche Bund, Land und Hamburg

In der medizinischen Qualitätssicherung im Krankenhaus wird nach direkten und indirekten Leistungsbereichen unterschieden, man spricht auch von Bund und Land.

Die direkten Leistungsbereiche werden über das vom G-BA beauftragte Institut nach § 137 SGB V (IQTIG) betreut. Hier leiten die Krankenhäuser ihre Daten direkt an das beauftragte Institut. Dies ist deshalb sinnvoll, da es sich um medizinische Eingriffe handelt, die nur in wenigen Krankenhäusern bundesweit durchgeführt werden und eine geringe Fallzahl haben (Transplantationsmedizin). Eine Betrachtung der Ergebnisse auf Landesebene wäre hier nicht sinnvoll.

Der überwiegende Teil der dokumentierten Daten wird im sogenannten indirekten Verfahren bearbeitet (Land). Hierbei übermitteln die Krankenhäuser ihre Daten an die für sie zuständige Landesgeschäftsstelle für Qualitätssicherung (hier EQS-Hamburg) in dem jeweiligen Bundesland. Die Landesgeschäftsstellen sind für diese Verfahren die Hauptansprechpartner der Krankenhäuser vor Ort. Die Diskussion über die Stellungnahmen der Krankenhäuser zu den berechneten Ergebnissen der Qualitätssicherung wird durch ein Fachgremium von ausgewiesenen Spezialisten aus dem jeweiligen Bundesland durchgeführt.

In Hamburg gibt es die Besonderheit, dass zu den bundesweit verpflichtenden Leistungsbereichen zusätzlich in vier weiteren medizinisch/pflegerischen Leistungsbereichen die Qualität überprüft wird. Hier wird von den in Hamburg verpflichtenden Leistungsbereichen gesprochen. Der Leistungsbereich Pflege wurde zum 1. Januar 2013 eingestellt, da ab diesem Zeitpunkt eine ganzjährige diagnosebezogene Erhebung erfolgt und eine Doppeldokumentation vermieden werden soll.

Die Qualitätsmessung  und -überprüfung findet analog der indirekten und direkten Leistungsbereiche statt.