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Sollstatistik

Die Krankenhäuser sind verpflichtet, zu bestimmten Diagnosen (Krankheitsbildern) und Prozeduren (Behandlungsverfahren) lückenlos zu allen Patienten die Daten der externen Qualitätssicherung zu erfassen.

Die Vollständigkeit der Dokumentation ist für die Krankenhäuser bei den Budgetverhandlungen mit den Krankenkassen von enormer Bedeutung.

Die Landesgeschäftsstelle prüft die Vollständigkeit, indem sie eine sogenannte Sollstatistik erstellt, in der die Dokumentationsquote in Prozent ausgewiesen wird. Hierzu werden die den Krankenkassen in Rechnung gestellten Diagnosen und Prozeduren mit den tatsächlich an die Landesgeschäftsstelle übermittelten Datensätzen der externen Qualitätssicherung überprüft. Somit ist die Sollstatistik ein Maß dafür, wie zuverlässig ein Krankenhaus bei den entsprechenden Patienten auch die Daten zur Qualitätssicherung erfasst.

Die Dokumentationsquote kann als ein Maß für das Engagement eines Krankenhauses gesehen werden, sich gewissenhaft an der Qualitätssicherung zu beteiligen, um aus den Vergleichszahlen mit anderen Krankenhäusern den Qualitätsstandard der eigenen Versorgung ablesen zu können. Diese Verfahren geben daher dem Qualitätsmanagement der Krankenhäuser wertvolle Informationen für Veränderungsprozesse.

In einem Großteil der Behandlungsfälle ist die lückenlose Dokumentation der Patientenversorgung unproblematisch. Bei komplexen und unerwarteten Krankheitsgeschichten kann die korrekte Zuordnung zu bestimmten Leistungsbereichen der externen Qualitätssicherung jedoch schwierig sein.

Das Ziel ist eine Einsendung von 100 % der Daten. Sollte die Dokumentationsquote unter 95 % der zu dokumentierenden Fälle pro Leistungsbereich (ab 01.01.2012) liegen, müssen die Krankenhäuser mit Sanktionen in Höhe von 150 Euro pro Fall rechnen.

Die gesamte entanonymisierte Sollstatistik wird von der EQS-Hamburg jährlich veröffentlicht und ist pro Krankenhaus oder pro Leistungsbereich für jedermann abrufbar.