Datenvalidierung

Planungsrelevante Qualitätsindikatoren (plan.QI)

Das Datenvalidierungsverfahren für die vom G-BA festgelegten planungsrelevanten Qualitätsindikatoren ist durchzuführen bei Krankenhäusern, 

  1. a) die statistische Auffälligkeiten[1] nach § 8 Absatz 3 aufweisen,
  2. b) die im jeweiligen Vorjahr eine statistische Auffälligkeit aufgewiesen haben,
  3. c) aus einer Stichprobe,
  4. d) sowie mindestens aus einer Stichprobe von Krankenhäusern, die Daten nachgeliefert.[2]

Der Stichprobenumfang und die zu prüfenden Fälle werden vom IQTIG (Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen) festgelegt. 

Die Prüfung der Richtigkeit der Dokumentation erfolgt durch die jeweilige auf Landesgeschäftsstelle nach der QSKH-RL. Diese beauftragt den MDK mit der Durchführung des Aktenabgleichs.

Der Prüfbericht des MDK weist die Dokumentationsqualität aus und zeigt auf, ob und in welchem Umfang Abweichungen vorliegen. Die Übereinstimmungsrate wird an die Landesbehörde, die LAG sowie an die Landesverbände der Krankenkassen und Ersatzkassen weitergeleitet. 

 

[1] Statistische Auffälligkeit = statistisch signifikante Abweichung in einem Qualitätsindikator von einem definierten Referenzbereich. Es handelt sich also eine Abweichung des Ergebnisses, die zu groß ist, um noch als zufällig gelten zu können. (Als Referenzbereich bezeichnet man einen Bereich ober- oder unterhalb vorgegebener Grenzwerte)
Beispiel: Geburtshilfe, Qualitätsindikator 50045: Vor einem Kaiserschnitt soll vorbeugend ein Antibiotikum verabreicht werden. Dies soll in mindestens 90 % der Fälle erfolgen (Referenzbereich ≥ 90,00 %). Statistisch signifikant sind alle Ergebnisse, die unterhalb 90 % liegen.

[2] Datennachlieferung: a) die verspätete Datenlieferung (nach quartalsweiser Lieferfrist) eines Datensatzes oder b) eine korrigierte Angabe (nach quartalsweiser Lieferfrist) zu einem plan. QI-relevanten Datenfeld.