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Qualitätsvergleiche

Die Verfahren der EQS-Hamburg und des Instituts für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG) in Berlin vergleichen die Patientenversorgung verschiedener Krankenhausabteilungen in bestimmten Bereichen der stationären Patientenversorgung anhand von Kennzahlen.

Die zuständigen Lenkungsgremien legen in Rücksprache mit den Fachgremien zunächst fest, welche Erkrankungen oder Therapien verglichen werden sollen. Dabei geht es nicht um den Vergleich von Therapiemöglichkeiten, sondern welche Versorgungsqualität Abteilungen bei klinischen Behandlungsabläufen erreichen konnten.

Hierzu definieren Fachgruppen die Qualitätsziele und Standards, nach denen die Versorgungsqualität beurteilt werden soll ("Gute Qualität in der Versorgung von ... liegt vor, wenn ..."). Sie legen dazu die Kennzahlen fest, die diese Qualitätsaspekte abbilden sollen. Zusätzlich werden Ergebnisbereiche definiert, innerhalb derer das Ergebnis einer Abteilung als unauffällig gelten kann (Referenzbereiche).

Die dazu notwendigen Daten werden als Datensätze definiert, mit denen die Krankenhäuser die einzelnen Behandlungsfälle dokumentieren und an die Landesgeschäftsstelle EDV-technisch übermitteln. Die dokumentierten Inhalte betreffen die Diagnosen der behandelten Patienten, diagnostische Maßnahmen, die Indikationsstellung für bestimmte Therapien, die Art der Therapie, den gesamten Behandlungsverlauf einschließlich Komplikationen und das Behandlungsergebnis bzw. den Zustand des Patienten bei/nach Entlassung.

Aus den Datensätzen werden die Kennzahlen zu den einzelnen Qualitätsindikatoren statistisch errechnet und die Ergebnisse im Krankenhausvergleich den Abteilungen und Fachgremien zur Verfügung gestellt.

Beim Auftreten von statistischen Auffälligkeiten und signifikanten Abweichungen vom vorgegebenen Referenzwert (=zulässiger Ergebnisbereich) wird im Strukturierten Dialog mit den Krankenhäusern geklärt, ob es sich dabei um erklärliche Auffälligkeiten handelt, oder ob in diesen Punkten Verbesserungspotenziale liegen.

Ziel der Verfahren ist es nicht, die besten Krankenhäuser zu identifizieren, sondern die Behandlungsqualität der teilnehmenden Krankenhäuser auf dem höchst möglichen Niveau anzugleichen, so dass Hamburger Patienten in jedem Krankenhaus, in das sie gehen, bestmöglich behandelt werden. Die noch bestehenden Unterschiede werden analysiert und dann zur Verbesserung der Behandlung genutzt.

Auf der Seite des Hamburger Krankenhausspiegels haben fast alle Krankenhäuser, die in Hamburg zur Teilnahme an der Qualitätssicherung verpflichtet sind, ihre Daten laienverständlich veröffentlicht.