Diagnostik und Therapie der Sepsis (SEP)
Bei der Sepsis handelt es sich um eine generalisierte Entzündung des Organismus durch Eindringen von z. B. Bakterien, deren Toxinen, Pilzen oder Parasiten in den Blutkreislauf. Sie stellt einen lebendbedrohlichen Zustand dar, der mit einem sog. Multiorganversagen einhergehen und schließlich zum Tod führen kann.
In der unbehandelten Anfangsphase der Sepsis tritt zunächst eine verminderte Kreislaufleistung mit niedrigem Blutdruck, reduziertem Blutauswurf des Herzens und erhöhtem Gefäßwiderstand auf, begleitet von kalter und blasser Haut (kalter Schock).
Die anschließende Freisetzung von körpereigenen Entzündungsmediatoren führt zu einer Gefäßerweiterung und einem Schockgeschehen, das durch den relativen – teils auch absoluten – Flüssigkeitsmangel im Gefäßsystem sowie eine gesteigerte Pumpleistung des Herzens gekennzeichnet ist und häufig in einer „relativen Herzinsuffizienz“ mündet.
Bei einem Teil der Betroffenen kann es im Verlauf der Sepsis zu einer generalisierten Dekompensation mit Abfall des Herzzeitvolumens und erneut steigendem Gefäßwiderstand kommen. Unbehandelt verursacht die gestörte Mikrozirkulation eine Minderversorgung des Gewebes mit Sauerstoff, die schließlich zum Multiorganversagen, insbesondere von Lunge, Niere und Leber, führt.
Angestrebte Ziele des Verfahrens sind
- die Reduzierung der Mortalität (Sterblichkeit) sowie neu auftretende Morbiditäten (Erkrankungen) von Patientinnen und Patienten mit Sepsis,
- die Verbesserung des Erkennens mittels Screenings und des Diagnostikprozesses mittels Blutkulturen bei Sepsis,
- die Einführung und Vermittlung von Prozessen bei Sepsis mittels Schulungen und SOP (Verfahrensanweisung),
- die Verbesserung der antiinfektiven Therapie der Sepsis,
- die Verbesserung der Prävention von zentralvenösen Gefäßkatheter-assoziierten Infektionen.
(Quelle: https://iqtig.org/qs-verfahren/qs-sepsis)
Weiterführende Informationen zum Verfahren können der Homepage des IQTIG entnommen werden https://iqtig.org/qs-verfahren/qs-sepsis/